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Hilfe von Bildverarbeitungssystemen Objekte und Markierungen zu erkennen,
Menschen zu identifizieren und Gesten zu interpretieren.
Akustische Kontextinformationen Schall kann mit Mikrofonen gemessen
werden und daraus können Lautstärke, Hintergrundgeräusche und Grundfre-
quenz ermittelt werden. Mit aufwändigeren Verfahren lassen sich außerdem
zum Beispiel Stimmen identifizieren. Ein anderer Aspekt ist die Verwendung
von Ultraschallsensoren zur Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung.
Biologische Kontextinformationen Pulsfrequenz, Hautwiderstand und Blut-
druck eines Benutzers können mit Biosensoren erfasst werden.
Weitere Kontextinformationen Sensoren gibt es auch zur Messung von
Berührung, Beschleunigung, Orientierung, Temperatur, Luftdruck und bestimm-
ten Gasen.
Bei der Auswahl der Sensortechnologien für kontextsensitive Anwendungen sind
folgende Aspekte zu beachten: Werden die Sensoren in mobile Komponen-
ten eingebaut, müssen ihr Platzbedarf und ihr Gewicht berücksichtigt werden.
Sie verbrauchen Energie und benötigen unter Umständen größere Rechenkapa-
zitäten. Auch Übertragungs- und Speicherungskapazitäten für die ermittelten
Sensorwerte müssen bereitgestellt werden. Im Hinblick auf eine spätere Um-
setzung in tatsächliche Produkte sind auch die Kosten für die verschiedenen
Technologien zu berücksichtigen. Die Alternative zum Einbau der Sensoren in
die mobilen Komponenten ist es, verschiedene Sensoren als eine Art ö entliche
Infrastruktur überall bereitzustellen und ihre Messwerte den mobilen Kompo-
nenten zum Abruf anzubieten. Hier stellt sich jedoch das Problem des Daten-
schutzes.
Das Messen von Low-Level-Kontextinformationen alleine reicht noch nicht
aus, um anspruchsvolle kontextsensitive Anwendungen zu realisieren. Dafür ist
es notwendig, zusätzlich auch High-Level-Kontextinformationen zu ermitteln.
3.1.2 Gewinnung von High-Level-Kontextinformationen
Unter High-Level-Kontext versteht man Kontextinformationen, die nicht di-
rekt von einem Sensor ermittelt werden können, sondern aus der Kombinati-
on und Verarbeitung mehrerer Low-Level-Kontextinformationen gewonnen wer-
den. Dazu zählt zum Beispiel die aktuelle Tätigkeit des Benutzers, sein Gefühls-
zustand und das soziale Umfeld, in dem er sich gerade befindet.
Einerseits besteht die Möglichkeit, bei der Verarbeitung der Low-Level-
Kontextinformationen nach bestimmten Regeln vorzugehen und zum Beispiel
aus der aktuellen Uhrzeit, dem Aufenthaltsort des Benutzers und den Einträgen
in seinem Terminkalender auf seine momentane Tätigkeit zu schließen. Dies ge-
lingt jedoch nur dann, wenn diese Ableitungsregeln immer korrekt anwendbar
sind, indem der Benutzer in diesem Beispiel also alle seine Aktivitäten in seinen
Terminkalender einträgt und diese Einträge auch befolgt.
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