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können Lokalisierungen bis auf 100 Meter genau erreicht werden [DMS98].
Zur Ermittlung des Aufenthaltsorts in Gebäuden kann GPS nicht verwen-
det werden, da die Signale zu schwach sind. Außerdem muss die Lokalisierung
genauer sein als im Freien und möglichst auch schnelle Veränderungen regi-
strieren können. Es werden deshalb zellbasierte Infrarot- und Funksysteme ein-
gesetzt, die eine Genauigkeit von bis zu 10 Metern erlauben, bei Infrarot aber
eine Sichtverbindung benötigen. Exaktere Positionsbestimmungen bis auf 15 cm
sind durch die Kombination von Funk und Ultraschall möglich [WJH97]. Oh-
ne Zellen arbeiten Verfahren, die die Stärke eines Funksignals messen oder das
Signal-Stör-Verhältnis auswerten. Schließlich gibt es noch ganz andere Ansätze,
die Personen durch Sensoren im Fußboden anhand ihres Gangs zu identifizie-
ren versuchen [AJLS97, OA00]. Dadurch können jedoch keine Objekte wie zum
Beispiel Mobilfunkgeräte lokalisiert werden. Außerdem wird daran gearbeitet,
Positionsbestimmungen mit Kameras durchzuführen [STE99]. Das gelingt je-
doch nur für eine begrenzte Anzahl von Personen im Raum und setzt eine
Sichtverbindung voraus.
Eine Lokalisierung mit demselben Verfahren sowohl im Freien als auch in
Gebäuden kann im begrenzten Maße mit einer Wireless LAN Infrastruktur er-
reicht werden [SSS01]. Das gelingt nur innerhalb des vom Wireless LAN ab-
gedeckten Gebiets, erlaubt aber höhere Genauigkeiten als GPS. Bisher gibt es
jedoch kein einheitliches Verfahren, das sowohl im Freien als auch in Gebäude
die exakte Lokalisierung beliebiger Objekte erlaubt. Deshalb werden in der Pra-
xis mehrere Verfahren zusammen eingesetzt, um zum Beispiel verschiedene Ar-
ten von Objekten lokalisieren zu können bzw. um die Position von einem be-
stimmten Objekt auf verschiedene Arten zu ermitteln. Die dabei ermittelten
Ergebnisse können sich widersprechen, weshalb wahrscheinlichkeitstheoretische
Verfahren eingesetzt werden, um diese Konflikte zu lösen.
Prinzipiell stellt sich die Frage, ob eine mobile Komponente ihre Position
selbst ermittelt oder das System sie lokalisiert und ihr dann ihre Position mit-
teilt. Im ersten Fall achtet die Komponente auf Datenpakete (beacons), die von
Basisstationen wie ein Leuchtfeuer ausgesendet werden, und ermittelt anhand
der empfangenen beacons mit Hilfe einer lokalen Datenbank ihre Position. Das
hat den Vorteil, dass so ein kompletter Schutz der Positionsdaten gewährleistet
werden kann, da nur die mobile Komponente ihre Position erfährt. Sie kann
selbst entscheiden, wem sie diese Information zu welchem Zeitpunkt o enbart.
Im anderen Fall werden beacons von der Komponente ausgesendet und vom
System an bestimmten Punkten registriert. Die Positionierung erfolgt anhand
einer zentralen Datenbank und ist dem System jederzeit bekannt.
Zeit Diese Kontextinformation kann auf einfache Weise mit Uhren, zum Bei-
spiel der Systemuhr eines Computers, bestimmt werden.
Optische Kontextinformationen Helligkeit, Wellenlänge des Lichts und
Art des Lichts, wie zum Beispiel Sonnenlicht oder künstlich erzeugtes Licht,
können mit Photodioden, Farbsensoren, Infrarot- und Ultraviolettsensoren ge-
messen werden. Mit Kameras ist es möglich, Bewegungen zu erfassen und mit
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