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Abbildung 2: Mikrofon (links) und Beschleunigungssensor
3.1.1 Messung von Low-Level-Kontextinformationen
Als Low-Level-Kontext werden Kontextinformationen bezeichnet, die direkt von
einem Sensor gemessen werden können. Dazu gehören zum Beispiel Helligkeit,
die mit einer Photodiode gemessen werden kann, Schallwellen, die mit einem Mi-
krofon registriert werden können, und Temperatur, die mit einem Thermometer
erfasst werden kann. Abbildung 2 zeigt zum Beispiel ein Mikrofon und einen
Beschleunigungssensor. Im Folgenden werden Möglichkeiten zur Messung der
wichtigsten Arten von Low-Level-Kontextinformationen genauer vorgestellt.
Lokalisierung Besonders wichtig ist die Ermittlung der momentanen Positi-
on eines Benutzers oder eines Objekts, da diese Information bei kontextsensi-
tiven Anwendungen häufig Verwendung findet. Da sich die Position andauernd
ändert, sobald sich ein Benutzer in Bewegung befindet, muss sie zuverlässig
erfasst werden können.
Am einfachsten kann das erreicht werden, wenn der Benutzer seinen Aufent-
haltsort selbst dem System mitteilt, indem er sich zum Beispiel beim Betreten
eines Raums mit einem Fingerabdruck-Lesegerät identifiziert. Dazu muss er je-
doch dazu bereit sein und auch jedesmal daran denken. Außerdem bietet diese
Methode nur eine geringe Genauigkeit, da nicht bestimmt werden kann, wo
genau sich der Benutzer im Raum befindet. Sie ist auf Gebäude beschränkt
und nicht besonders zuverlässig, weil es zu Fehlinformationen kommt, wenn ein
Benutzer einmal vergisst, seinen Aufenthaltsorts anzugeben.
In der Praxis besser einsetzbar sind automatische Erfassungsmethoden. Da-
bei muss man unterscheiden zwischen der Lokalisierung im Freien und in Gebäuden.
Im Freien bietet sich die Verwendung des Global Positioning System (GPS)
an, das inzwischen die Lokalisierung bis auf eine Genauigkeit von 10 bis 20 Me-
tern erlaubt. Jedoch ist dafür ein spezieller GPS Empfänger notwendig, weshalb
vor allem bei der Lokalisierung von Mobilfunkgeräten die Mobilfunknetze selbst
zur Positionsbestimmung herangezogen werden. Im Global System for Mobile
Communications (GSM) Netz wird dazu zum Beispiel die aktuelle Funkzelle
verwendet, was eine Genauigkeit von wenigen hundert Metern in Innenstädten
und bis zu mehreren Kilometern in ländlichen Bereichen ergibt. Bezieht man
die Signallaufzeit, Laufzeitdi erenz und Eingangswinkel der Signale mit ein,
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