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Kontext eintritt. Sie basieren auf einfachen Wenn-Dann-Regeln. Ein Bei-
spiel ist eine Art Erinnerungsdienst, der in Abhängigkeit vom Aufent-
haltsort der Benutzers bestimmte Meldungen anzeigt wie Zwei Flaschen
Milch kaufen, wenn man sich in der Nähe eines Supermarkts befindet.
Im Gegensatz zur Klassifizierung kontextsensitiver Anwendungen, schlägt
Pascoe 1998 eine Klassifizierung kontextsensitiver Funktionalitäten vor [Pas98].
Er unterscheidet zwischen Erfassung und Präsentation des Kontextes, Anpas-
sung an den Kontext, Au nden von Ressourcen des Kontextes und Erweiterung
des Kontextes durch zusätzliche Informationen. Diese vier Klassen lassen sich
bis auf die letzte recht gut den Kategorien von Schilit zuordnen.
Schließlich definieren Dey und Abowd 1999 solche Systeme als kontextsen-
sitiv, die Kontextinformationen nutzen, um dem Benutzer relevante Informa-
tionen oder Dienste bereitzustellen, wobei die Relevanz von der Aufgabe des
Benutzers abhängt. Sie kombinieren die Klassifizierungen von Schilit und Pas-
coe zu drei allgemeinen kontextsensitiven Merkmalen [DA99]:
1. Präsentation von Informationen und Diensten gegenüber dem Benutzer,
2. automatische Ausführung von Diensten,
3. Assoziation von Informationen mit einem bestimmten Kontext zum späte-
ren Abruf.
Da nicht mehr zwischen Informationen und Diensten unterschieden wird und
das Au nden von lokalen Ressourcen keine Sonderrolle mehr einnimmt, ist dies
eine sehr allgemeine Beschreibung von Kontextsensitivität und kontextsensiti-
ven Diensten.
Nachdem nun gezeigt wurde, wie Kontextinformationen prinzipiell genutzt wer-
den können, beschäftigt sich der nächste Abschnitt damit, welche Probleme bei
der Realisierung derartiger Dienste und Anwendungen gelöst werden müssen.
3 Realisierung kontextsensitiver Dienste
Zunächst muss geklärt werden, wie Informationen über den Kontext erfasst und
zur Verarbeitung geeignet modelliert werden können. Dann stellt sich die Frage,
wie die Architektur einer kontextsensitiven Anwendung gestaltet wird und wie
Sicherheit und Datenschutz gewährleistet werden können.
3.1 Erfassung von Kontextinformationen
Die Grundlage jeder kontextsensitiven Anwendungen bildet die Erfassung der
Kontextinformationen, die von ihr ausgewertet und verarbeitet werden. Dabei
muss unterschieden werden zwischen Low- und High-Level-Kontextinformationen.
Auerdem stellt sich die Frage, wie Veränderungen des Kontextes erfasst werden
können.
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