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Abbildung 1: Prinzip einer kontextsensitiven Anwendung mit dem Kontext des
Benutzers bzw. der Anwendung (z. B. Personen und Drucker in unmittelbarer
Nähe, Wetterverhältnisse, Zeit, Herzschlagfrequenz) und seiner Erfassung mit
Hilfe von Sensoren
der Brockhaus bietet dafür nur die allgemeinen Synonyme Zusammenhang,
Hintergrund, Umfeld an.
Im Zusammenhang mit kontextsensitiven Diensten wurden in mehreren For-
schungsarbeiten verschiedene Definitionen von Kontext vorgeschlagen, von de-
nen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden.
In der Arbeit [SAW94], die als erste den Begri kontextsensitiv einführt,
beschreibt Schilit 1994 den Begri Kontext mit Hilfe von drei Aspekten: wo
man ist, mit wem man zusammen ist und welche Ressourcen in der Nähe sind.
Dazu nennt er die folgenden drei Kategorien von Kontext:
Datenverarbeitungskontext wie Netzwerkzugang, Netzwerkbandbreite und
Verbindungskosten sowie verfügbare Ressourcen wie Prozessoren, Drucker
und Bildschirme,
Benutzerkontext wie Aufenthaltsort, Personen in der näheren Umgebung
und soziale Situation,
Physikalischer Kontext wie Lichtverhältnisse, Geräuschpegel und Tempe-
ratur.
Chen hat dazu 2000 eine vierte Kategorie, nämlich die Zeit, vorgeschlagen [CK00].
Sie ist ein wichtiger und natürlicher Kontext für viele Anwendungen, lässt sich
aber schwer in eine der oberen drei Kategorien einordnen.
Zeitlicher Kontext wie Uhrzeit, Tageszeit, Datum und Jahreszeit.
Ein anderer zeitlicher Aspekt in diesem Zusammenhang ist das Sammeln der
Kontextinformationen über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Ein derartiger
Kontextverlauf kann ebenfalls nützlich sein für bestimmte Anwendungen.
Eine allgemeinere Definition von Kontext geben Dey und Abowd 1999 in [DA99]:
Kontext ist jede Art von Information, die zur Beschreibung der Situation ei-
ner Entität genutzt werden kann. Eine Entität ist eine Person, ein Ort oder
ein Objekt mit Relevanz für die Interaktion zwischen einem Benutzer und einer
Anwendung, einschließlich des Benutzers und der Anwendung selbst.
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