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Abbildung 7: Umgebungskarte des Cyberguide Systems (links) und Apple Mes-
sagePad mit GPS Empfänger
4.2 Navigation
Viele kontextsensitive Anwendungen nutzen Informationen über den Aufent-
haltsort des Benutzers. Das ist besonders ausgeprägt bei Navigationssystemen,
die den Benutzer unterwegs und auf Reisen unterstützen. In diesem Bereich
findet man auch die bisher einzigen kontextsensitiven Dienste, die kommerzi-
ell umgesetzt wurden. Beispiele sind Navigationssysteme fürs Auto, die GPS
zur Ortung benutzen, und die sogenannten location-based services der Mobil-
funkanbieter, die den Benutzer mit Hilfe der Infrastruktur der Mobilfunknetze
lokalisieren. Sie bieten dem Benutzer auf seinen Standort zugeschnittene In-
formationen wie zum Beispiel in der Nähe befindliche Restaurants und Geld-
automaten, ohne dass dieser jedesmal explizit seinen Aufenthaltsort angeben
muss.
Reiseführer Ein kontextsensitives Reiseführer-System namens Cyberguide
wurde Mitte der 90er Jahre am Georgia Institute of Technology entwickelt.
Es liefert einem Touristen Informationen in Abhängigkeit von seinem aktuel-
len Aufenthaltsort. So kann er zum Beispiel Hintergrundinformationen abrufen
zu der Sehenwürdigkeit, bei der er sich momentan befindet, sich zu einem be-
stimmten Ort führen lassen oder Notizen auf einer interaktiven Landkarte hin-
terlassen. Zusätzlich kann mit dem Wissen über die bisherigen Aufenthaltsorte
automatisch ein Reisetagebuch geführt werden und es können weitere Ziele, die
den Benutzer interessieren könnten, vorgeschlagen werden.
Cyberguide basiert auf Apple MessagePads, die im Freien mit GPS und in
Gebäuden mit Infrarottechnologie geortet werden (siehe Abbildung 7).
4.3 Feldforschung
Bereits erfolgreich im Einsatz sind kontextsensitive Anwendung zur Unterstützung
von Feldforschern.
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