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Abbildung 4: Active Badge Anstecker
Anwendungen zu geben. Sie werden nach ihrem Einsatzbereich in die fünf Ka-
tegorien Büroumfeld, Navigation, Feldforschung Gedächtnisunterstützung und
Mensch-Maschine-Kommunikation eingeteilt.
4.1 Büroumfeld
Die ersten kontextsensitiven Anwendungen wurden für das Büroumfeld ent-
wickelt. Dort werden die meisten Computer eingesetzt und es ist einfacher, in
einer solchen beschränkten und kontrollierbaren Umgebung Kontextinformatio-
nen wie zum Beispiel den Aufenthaltsort zu erfassen.
Weiterleitung von Telefongesprächen Das Anfang der 90er Jahre von
dem Olivetti Research Lab entwickelte Active Badge System [WHFG92] wird
allgemein als die erste kontextsensitive Anwendung angesehen. Es dient dazu,
Mitarbeiter in einem Gebäude zu lokalisieren und Telefonanrufe für sie an das
jeweils nächstgelegene Telefon weiterzuleiten. Dazu trägt das Personal besonde-
re Anstecker (Active Badges, siehe Abbildung 4), die Infrarotsignale aussenden.
Diese werden von Sensoren aufgefangen, die im ganzen Gebäude verteilt sind,
und durch ein Netzwerk auf einem zentralen Server gesammelt, wo die Kontex-
tinformationen ausgewertet werden. In der Telefonvermittlung kann man sich
nun die Positionen der einzelnen Mitarbeiter anzeigen lassen (Abbildung 5) und
Telefonate entsprechend weiterleiten.
Weitere Funktionen sind: Lokalisierung anderer Personen, die sich in der
Nähe eines Ortes befinden, über ihre Anstecker, Benachrichtigung, wenn ein
Anstecker nach einer Unterbrechung wieder geortet werden konnte, und Nach-
verfolgung der Aufenthaltsorte eines Ansteckers über einen bestimmten Zeit-
raum.
Der Prototyp wurde 1990 im Olivetti Research Center in Cambridge, Eng-
land, installiert. Bei den Mitarbeitern gab es zunächst große Bedenken wegen
des Datenschutzes, die meisten lernten die intelligente Weiterleitung ihrer Tele-
fonanrufe im Laufe der Zeit jedoch zu schätzen. Das System wurde später auch
in einigen europäischen Universitäten wie der University of Kent at Canterbury
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