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Eine andere Möglichkeit ist es, Methoden der Künstlichen Intelligenz einzu-
setzen und mit statistischer Auswertung und Mustererkennung zu kombinieren.
Beispielsweise kann für ein Mobiltelefon mit Hilfe eines Helligkeitssensors und
zweier Beschleunigungssensoren in zwei Dimensionen darauf geschlossen wer-
den, ob der Benutzer es in der Hand hält, ob es auf dem Tisch liegt oder ob es
in einer Tasche steckt [SBG99].
Grundsätzlich ist die Gewinnung von High-Level-Kontextinformationen je-
doch sehr kompliziert, da Randbedingungen gelten und sich Doppeldeutigkei-
ten und undefinierte Ergebnisse ergeben können. Auch können derartige Syste-
me auf Ablehnung bei den Benutzern stoßen, wenn diese nicht nachvollziehen
können, wie die High-Level-Kontextinformationen ermittelt werden. Ein Bei-
spiel dafür wäre ein System, das anhand von biologischen Sensoren versucht,
Gefühlszustände des Benutzers zu ermitteln.
3.1.3 Messung von Veränderungen des Kontextes
Viele Anwendung benötigen vor allem Informationen über die Veränderungen
bestimmter Kontextinformationen. Diese werden durch mehrere Messungen und
den Vergleich der Messwerte gewonnen. Je nach Eigenschaft der Kontextart
müssen diese Messung häufiger oder seltener durchgeführt werden: Die Position
eines Autofahrers ändert sich sehr schnell, während ein Drucker jahrelang am
selben Platz stehen kann.
Eine Herangehensweise an dieses Problem ist es, für verschiedene Arten von
Kontext verschiedene Aktualisierungshäufigkeiten einmal festzulegen und diese
dann immer zu verwenden. Derartige Festlegungen basieren jedoch in der Regel
auf Annahmen und Erfahrungswerten und sind im konkreten Einsatzfall nicht
immer optimal. Da jede Messung einen Aufwand bedeutet, weil sie zum Beispiel
Energie verbraucht und neue Daten produziert, sollte ihre Häufigkeit optimiert
werden. Dazu werden die Messwerte über einen bestimmten Zeitraum analy-
siert, um aus der Häufigkeit der Wertveränderungen auf die optimale Messfre-
quenz zu schließen.
3.2 Modellierung von Kontextinformationen
Es gibt viele verschiedene Arten von Kontextinformationen, die deshalb auch
auf verschiedene Arten repräsentiert und modelliert werden müssen. Im Fol-
genden werden verschiedene Modellierungsmöglichkeiten aufgezeigt, wobei die
Information über den Aufenthaltsort wegen ihrer Wichtigkeit auch hier eine
Sonderrolle einnimmt.
Aufenthaltsort Datenstrukturen für Aufenthaltsorte müssen Anfragen nach
der Position eines bestimmten Objekts sowie nach den Objekten an einer be-
stimmten Position e zient beantworten können. Zusätzlich müssen sie mit
Änderungen der Positionsdaten in Echtzeit zurecht kommen. Aus diesem Grund
sind Geographische Informationssysteme (GIS) dafür in der Regel nicht geeig-
net, da diese lediglich statische Landkarten verarbeiten.
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